Historischer Hintergrund

Die Geschichte hinter dem Film.

„Nebel im August“ erinnert an Ernst Lossa und an die Opfer der nationalsozialistischen Krankenmorde. Diese Seite ordnet die persönliche Filmerfahrung in ihren historischen Zusammenhang ein.

Ernst Lossa

Ernst Lossa wurde am 1. November 1929 in Augsburg geboren. Als Kind einer jenischen Familie wurde er von den nationalsozialistischen Behörden ausgegrenzt. Nach Aufenthalten in Kinder- und Erziehungsheimen kam er in die Heil- und Pflegeanstalt Kaufbeuren und später in deren Zweiganstalt Irsee.

Obwohl er nicht psychisch krank war, wurde er als „asozial“ stigmatisiert. Am 9. August 1944 wurde Ernst Lossa im Alter von 14 Jahren durch eine tödliche Medikamentengabe ermordet. Sein Schicksal wurde nach dem Krieg in Ermittlungen und Gerichtsverfahren dokumentiert.

Der Roman

Der Journalist und Autor Robert Domes recherchierte Lossas Lebensgeschichte über mehrere Jahre. Sein Tatsachenroman „Nebel im August“ macht die historischen Abläufe über die Perspektive des Jugendlichen zugänglich, ohne die systematische Dimension der Verbrechen auszublenden.

Der Film

Regisseur Kai Wessel verfilmte den Stoff nach einem Drehbuch von Holger Karsten Schmidt. Ivo Pietzcker spielt Ernst Lossa; weitere zentrale Rollen übernahmen Sebastian Koch, Fritzi Haberlandt und Henriette Confurius. Teile der Produktion entstanden 2015 in Warstein und im Kloster Mülheim.

Historisches Porträt von Ernst Lossa
Ernst Lossa. Bestandsbild der bisherigen Website.

Weiterführende Quellen: Die Website fasst den historischen Hintergrund nur einführend zusammen. Vertiefende Informationen bieten der Roman von Robert Domes, Gedenkstätten und wissenschaftliche Dokumentationen zu den nationalsozialistischen Krankenmorden.

Die Erinnerung an Ernst Lossa steht stellvertretend für viele Menschen, die entrechtet, ausgegrenzt und ermordet wurden.
Redaktionelle Einordnung dieser privaten Dokumentation

Nächste Station

Warstein wird zum Drehort.

Wie aus einer Presseankündigung ein Casting und schließlich eine intensive gemeinsame Produktion wurde.

Zu den Dreharbeiten